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Rund 100 neue "weibliche" Zusatztafeln an Verkehrsschildern sind in Linz innerhalb eines Jahres aufgestellt worden. Das teilte der zuständige Stadtrat Jürgen Himmelbauer (G) mit. Die Zeichen tragen beispielsweise die Aufschrift "Ausgenommen RadfahrerInnen".
Geschlechtergerechte Sprache
Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass der Frauenanteil in der Gesellschaft über 50 Prozent liege, sie dürften in der Sprache nicht verschwinden, begründete der Verkehrsstadtrat seine Initiative im Juli 2004. In allen öffentlichen Einrichtungen gebe es derzeit eine geschlechterneutrale Sprache, auch die Straßenverkehrsordnung sollte den gesellschaftlichen Bedingungen angepasst werden, so Himmelbauer.
Geteilte Meinungen
Die Linzer Bevölkerung habe unterschiedlich auf die Einführung des "Binnen-I" reagiert, schilderte Himmelbauer. Die einen - vor allem Frauen - "haben's mit Begeisterung aufgenommen", von anderen wiederum sei Kritik gekommen. Allerdings hätten viele geglaubt, dass "Geld beim Fenster rausfliegt". Dem sei aber nicht so, schließlich werden ja nur neue Tafeln, "die sowieso aufgestellt werden", geschlechtsneutral.
Quelle: Die Standard
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