
Leitfaden für geschlechtergerechtes Formulieren
Der
Gender Mainstreaming Arbeitskreis der niederösterreichischen
Landesverwaltung hat einen Leitfaden herausgegeben, der sich eingehend mit
dem geschlechtergerechten Formulieren befasst.
Das Ziel ist es, Frauen und Männer, ihre unterschiedlichen Rollen und
Aufgaben in unserer Gesellschaft so wie ihre unterschiedlichen
Lebenssituationen und daraus entstehende Probleme gleichermaßen sichtbar zu
machen.
Geschlechtergerechte Sprache hilft mit, den Blick für das Wesentliche zu
schärfen. Der Leitfaden ist ein Hilfsinstrument zur geschlechtergerechten
Formulierung in Texten, Publikationen, Formularen etc.
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Gegen Geschlechterstereotypen und Klischees
Der Leitfaden mit dem Titel "geschlechtergerechtes Formulieren" enthält
Empfehlungen und Vorschläge für eine einheitliche Schreibweise im
öffentlichen Dienst in Niederösterreich bzw. gibt Tipps für den richtigen
Einsatz von geschlechtergerechten Formulierungen und Anreden.
Weiters sensibilisiert er dafür, wie der Sprachgebrauch
Geschlechterstereotypen und Klischees tradiert und gibt Hinweise darauf, wie
entsprechende Wendungen durch geschlechtsneutrale Wendungen ersetzt werden
können.
Insofern lädt die Broschüre auch dazu ein, über Sprache
als Spiegel der Gesellschaft zu reflektieren.
Der Gender Mainstreaming Arbeitskreis hat im Vorfeld der Erstellung des
Leitfadens die unterschiedlichen Vorgangsweisen von in- und ausländischen
Verwaltungsstellen im deutschsprachigen Raum recherchiert.
Ziel war es, in knapper und übersichtlicher Form anwendbare Hinweise zum
einfachen Formulieren geschlechtergerechter Texte zu geben. Der neue
Leitfaden weist einen Umfang von elf A4-Seiten auf.
Einfluss
Die Notwendigkeit des geschlechtergerechten Formulierens wurde in der
Vergangenheit bereits mehrfach wissenschaftlich untersucht.
Bei derartigen Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass die gewählte
Sprachform die Vorstellungen über die jeweils beschriebene Person sehr wohl
beeinflusst und dass der Gebrauch lediglich der männlichen Sprachform zu
einer geringeren gedanklichen Einbeziehung von Frauen führt.
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