

Aus „Partner"
wird „Partnerin"

Pressemitteilung vom 08.04.2002 des
Diakonisches Werks der
Evangelischen Kirchen Deutschlands e.V.:
Handreichung zur geschlechtergerechten Sprache
veröffentlicht
Das Diakonische Werk der EKD hat eine Handreichung zur
geschlechtergerechten Sprache herausgegeben.
Ziel der Veröffentlichung ist es, Leistungen von Frauen,
die 70 Prozent der Beschäftigten in der Diakonie ausmachen, zu würdigen und
zu einem bewussten Umgang mit der Sprache zu ermuntern. „Bislang wurden
häufig männliche Bezeichnungen für Personen verwendet, die Frauen
ausschließen oder mitmeinen und dazu führen, dass Frauen manchmal schlicht
vergessen werden.
Konkrete Umformulierungsvorschläge weisen hilfreich den
Weg", so Initiantin und Autorin Heide Trommer, Gleichstellungsbeauftragte in
der Stuttgarter Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes.
„Die Diakonie betreibt eine aktive Gleichstellungspolitik und will deswegen
die Veränderungen im Bereich der Gleichberechtigung von Frauen und Männern
in der Diakonie auch sprachlich deutlich zeigen."
Beispiele für einen anderen sprachlichen Umgang:
- Die Diakonie will nicht länger „Partner" sondern, grammatikalisch
richtig, „Partnerin" der Menschen sein.
- Es soll nicht länger heißen "Jeder ist herzlich eingeladen." sondern
"Alle sind herzlich eingeladen."
Auch in den Formularen und Verwaltungstexten des
Wohlfahrtsverbandes soll sich, nach dem Willen der Geschäftsführung, nach
und nach eine geschlechtergerechte Sprache durchsetzen. Mit dem Faltblatt
geht die Hauptgeschäftsstelle den Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung
mit gutem Beispiel voran. Denn ein Ziel des im vergangenen Herbstes vom
Bundestag beschlossenen Gesetzes zur Durchsetzung der Gleichstellung von
Frauen und Männer ist es auch, die Gleichstellung von Frauen und Männern
sprachlich zum Ausdruck zu bringen.
Die Handreichung ist kostenlos zu bestellen unter Telefon
(0711) 9 016 50 , Fax (0711) 7 97 75 02 oder per E-Mail
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